Blog von Carsten Schöne

18.12.2017: JHA fordert Konzept für schulverweigernde Kinder und Jugendliche

by pixabay.comIn einer Sondersitzung beschloss der Dresdner Jugendhilfeausschuss die Förderung von Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Schönfelder Hochland und in Loschwitz.

Das Jugendhaus PEP wird ab 01.01.2018 die Betreuung der selbstverwalteten Jugendtreffs im Hochland übernehmen und erhält hierfür eine Förderung in Höhe von 45.000 Euro. Die Kulturleben UG unterbreitet so genannten „Lückekindern“ im „Elbhangtreff“ Loschwitz offene Angebote; hierfür werden Fördermittel in Höhe von 25.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Beschluss fußt auf einen entsprechenden Auftrag des Jugendhilfeausschusses, nachdem im Stadtraum 7, insbesondere für die Ortschaft Schönfeld-Weißig, eine Koordinierung der jugendhilflichen Angebote zwischen allen Beteiligten und der Verwaltung erfolgen sollte. Die ansässigen Vereine, die Ortschaft und die Verwaltung des Jugendamtes verständigten sich über das nunmehr beschlossene Vorgehen.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit der Zukunft der Projekte für schuldistanzierte bzw. schulverweigernde Kinder und Jugendliche. Ein Antrag mehrerer Ausschussmitglieder hatte das Ziel, die bestehenden Projekte zunächst bis zum Ende des laufenden fortzuführen, nachdem das Jugendamt das Aus für die Projekte des SUFW e. V. und der AWO Jugendhilfe gGmbH angekündigt hatte. Beide Projekte waren im Rahmen eines EU-Fördervorhabens entstanden und nach dessen Abschluss für mehrere Jahre aus Mitteln der Einzelfallhilfe finanziert worden. Offenbar hat es sowohl in der Verwaltung hinsichtlich einer Erfolgskontrolle wie auch bei den Trägern bei der Konzeptentwicklung Defizite gegeben, die nun zu einer Beendigung der Projekte führen. Das Jugendamt versicherte, dass alle noch in den Projekten betreuten Jugendlichen alternative Angebote unterbreitet werden konnten. Einer Fortsetzung der Angebote in der bisherigen Form stimmte der Ausschuss mehrheitlich nicht zu. Ein zweiter, vom Jugendhilfeausschuss einstimmig befürworteter Beschlusspunkt verpflichtet die Verwaltung, bis 30.04.2018 ein Konzept unter Beteiligung freier Träger der Jugendhilfe und der Sächsischen Bildungsagentur ein Konzept zu erarbeiten und dem Jugendhilfeausschuss vorzulegen, das Ziele, Maßnahmen und Umsetzungsvorschläge für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen enthält, die von Schulabsentismus bedroht oder betroffen sind. Auch Vorschläge zu künftigen Angebots- und Finanzierungsstrukturen sollen im verankert sein.

Die nächste planmäßige Sitzung des Jugendhilfeausschusses findet am 11.01.2018 statt.

Hinweis: Die Informationen zu Beschlüssen stehen unter dem Vorbehalt der Erlangung der Rechtskraft der Beschlüsse. Bei dieser Veröffentlichung handelt es sich um eine persönliche Wiedergabe der Ausschusssitzung, die durch meine Mitgliedschaft in diesem Gremium durchaus subjektive Betrachtungen enthalten kann und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Ich bitte um Verständnis.

Redaktion: Carsten Schöne


Die Tagesordnung im Überblick:

  1. Förderung von
    – Jugendhaus PEP (Verein zur Förderung der Jugend e.V.) und
    – Mobile Jugendarbeit „Straßenkreuzer“ (KulturLeben UG) (A0357/17)
  2. Fortführung der Projekte „2. Chance“ für schulverweigernde Kinder und Jugendliche (A0389/17)
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